Visitor Map von www.maploco.com

Freitag, 6. Oktober 2017

Everything is connected!

Es ist schwierig für mich über die Dinge, die ich an der Netflix Serie Dirk Gently's Holistic Detective Agency mag, zu reden, ohne zu erwähnen, inwiefern sie besser ist, als die von Steven Moffat geführten Serien. Diese Serie mit dem langen Namen wurde mir nämlich als "Moffats Doctor Who wenn es gut wär" vorgestellt. Und oberflächlich ist das auch irgendwie wahr. Der Hauptcharakter Dirk Gently ist ein fast übertrieben fröhlicher, leicht sonderbarer Brite, der schnell und oft unverständlich redet, sich auffallend kleidet und nicht so gut auf andere Menschen eingestellt ist. Auf den ersten Blick ist er dem elften Doktor sehr ähnlich. Die erste Episode präsentiert uns einige bizarre Gegebenheiten, die scheinbar überhaupt nicht zusammenhängen, aber alle sehr wichtig sind. Moffats Staffeln Doctor Who (fängt mit der 5. an) und Sherlock haben solche Einleitungen auch, die aber im Endeffekt nie wirklich zu etwas führen. Es gibt sogar einen Blog, der "dirk gently by steven moffat" heißt und Dinge, die in DW und Sherlock passiert sind, ins Dirk Gently Universum packt, um zu zeigen, wie komisch sie sind.

Was ich aber eigentlich will, ist Dirk Gently zu loben, und nicht irgendetwas anderes runterzumachen, auch wenn es sich vielleicht anbietet. Positiv zu sein, macht sowieso viel mehr Spaß. Also belassen wir es jetzt bei der Negativität und widmen uns der Lobesarie, die ich für eine meiner neuen Lieblingsserien habe.

Grundplot: In der Serie geht es um den titelgebenden Privatdetektiv Dirk Gently, der dazu angeheuert wird einen Mord aufzuklären, und zwar von dem Opfer, als dieses noch gelebt hat. Er trifft auf Todd Brotzmann, der sehr sehr unfreiwillig in den Fall mitreingezogen wird, und nur widerwillig bei der Aufklärung hilft. Hinzu kommt noch Farah, die als Bodyguard versucht ein Versäumnis (wie sie das sieht) wieder gut zu machen.
Wenn ich das noch weiter erläutern würde, würde ich alles spoilern.

Also folgt hier eine Liste mit einer expliziten SPOILER-Warnung:
1. Mystery solved! Die schon erwähnten bizarren Gegebenheiten, zu denen im Laufe der Staffel noch ein paar hinzugefügt werden, scheinen nur unzusammenhängend und komplett wirr, denn in der vorletzten und letzten Folge klärt sich alles auf und alles wirklich alles, was vorher einfach nur verwirrend war, ergibt einen Sinn. Das ist ein sehr zufriedenstellendes Gefühl. Es lohnt sich deshalb auf jedenfall die Staffel nochmal zu schauen, jetzt, wo alles einen Sinn und Zweck bekommen hat. (Schön ist auch, dass auch die Charaktere zwischendurch ebensowenig wie die Zuschauer wissen, was abgeht. Da kriegen wir so schöne Szenen, wie der Geiselaustausch auf der Brücke, bei dem sich die zwei Parteien nur gegenseitig Fragen zurufen, zu denen sie selbst keine Antworten haben. Oder die Szene, in der Dirk davon überzeugt ist, dass dieser eine Typ alle Fragen beantworten kann und der Typ selber nur ruft "What is going on?!".)
2. Amanda und die Rowdy 3. Amanda leidet an einer Krankheit, die sie ängstlich vor der Außenwelt macht, da sie jeden Moment einen Anfall kriegen könnte. Die Rowdy 3 sind laut und chaotisch und durchaus angsteinflößend, sie ernähren sich (zumindest zum Teil) von heftigen Emotionen anderer. Und so bedrohlich sie auch sind, Amanda hat keine Angst vor ihnen, eher im Gegenteil, denn sie findet heraus, dass die Rowdy 3 ihre Anfälle drastisch verbessern können. Sie schließt sich ihnen also an und fängt an wieder zu leben. 
3. Farah und was es bedeutet, stark zu sein. Farah ist ein badass, das steht überhaupt nicht zur Debatte. Sie kann mit allenmöglichen Waffen umgehen und kämpfen was das Zeug hält. Sie ist mutig und engagiert und gibt nie auf. Auch wenn sie das manchmal vielleicht gerne würde. Das Schöne an Farah ist, das sie explizite Ängste hat, was zum Beispiel ihre Eignung angeht, und auch manchmal von ihren Ängsten beinahe übermannt wird. Das macht sie nicht weniger badass, sondern eher noch mehr.
4. Todd und Konsequenzen. Todd war in der Vergangenheit nicht gerade der beste Mensch. Er hat gelogen und betrogen hauptsächlich, um sein Leben einfacher zu machen. Dann wird seine Schwester krank und er ändert sich, aber erzählt trotzdem niemandem, dass er gelogen hat. Im Laufe der Serie bringt Dirk ihn dazu, wenigstens Amanda die Wahrheit zu sagen. Und Amanda ist (völlig verständlich und zu Recht) so wütend, dass sie nichts mehr mit ihm zu tun haben will. Es wird dennoch so dargestellt, dass die Wahrheit zu sagen im Endeffekt das Richtige war, und dass man, wenn man solche Fehler baut, auch die Konsequenzen ertragen muss.
5. Dirk ist ein guter Mensch. Das, was man von Dirks Hintergrundgeschichte erfährt, ist alles andere als rosig. Dennoch ist er freundlich und fröhlich und benutzt die unerklärlichen Gaben, die er hat, um zu helfen, und Verbrechen aufzuklären. Ich habe gehört, dass Dirk in der Buchvorlage ganz anders sein soll, aber ich muss ehrlich sagen, dass ich mit dieser Version voll und ganz zufrieden bin und sie nicht anders haben wollen würde.
6. Friedkin und Inkompetenz als das eigentliche Böse. Interessant an dem sekundären Bösewicht der Staffel Friedkin (ein Agent der Regierungsbehörde, die für Bart, Dirk und die Rowdy 3 verantwortlich ist) ist, dass er nicht 'böse' ist, weil er irgendwelche hinterhältigen Pläne verfolgt oder überhaupt wirklich böses tun möchte. Nein, er ist einfach sehr inkompetent, aber klug genug, um zu wissen, was er Vorgesetzten gegenüber zu sagen hat. Er fühlt sich von seinem direkten Vorgesetzten nicht ernst genommen (und ehrlich, in er ist zunächst wirklich so lächerlich, dass man ihn auch als Zuschauer nicht ernst nimmt), und das führt dazu, dass er sich schließlich an einen höheren Vorgesetzten wendet und die Macht bekommt, alles zu tun, was er will. Das macht ihn natürlich nicht plötzlich irgendwie kompetenter, was für unsere Charaktere ganz viel Leid bedeutet.
7. Bart und Ken. Bart ist eine holistische Killerin, was heißt, dass sie jeden tötet, den sie töten will, und wenn sie jemanden töten will, sollte dieser jemand auch sterben. Sie entführt einen jungen Hacker namens Ken und wo er noch zu Anfang völlig zu Recht verstört von ihr ist, ist er am Ende eindeutig freiwillig bei ihr und unterstützt sie bei ihrem universumgegebenen Auftrag. Wie sich deren Beziehung zueinander verändert, ist einfach schön anzusehen.
8.Side charas!  Es gibt wahrscheinlich noch viel mehr zu sagen, aber dieser Post ist schon lang genug. Ich möchte eben nur noch Estevez und Zimmerman erwähnen, die als Polizisten auch völlig zufällig teil des Ganzen werden und beide super Charaktere sind.

Satori loves this show and soon there will be more
 

Donnerstag, 28. September 2017

It's like Walking Dead on crack

aka I started watching another zombie show, I don't even like zombies, why do I do that

Die zweite Staffel von Z Nation lief im Fernsehen. Mein Vater hatte die Serie seit ihrem Anfang gesehen und ich habe ab und zu ein bisschen mitgeschaut. Da hat mich das jedoch nie mehr interessiert. Dann fehlte meinem Vater die letzte Folge und ich habe ihm meinen Netflix-Account gegeben, damit er sie gucken konnte und habe sie dann mit ihm geguckt. Und dann saß ich eines abends rum, war noch nicht müde und dachte mir, hey, du kannst ja mal die erste Folge gucken. Aus einer Folge wurden dann vier einhalb und für die erste Staffel habe ich dann im Endeffekt nur drei Tage gebraucht.

Es geht mir mit der Serie ähnlich wie mit Walking Dead am Anfang. Sie ist einfach zu schauen. Das Geschehen benötigt nicht viel Aufmerksamkeit und man kann sie gut laufen lassen, während man isst, sich essen macht etc. Trotzdem bleibt sie interessant. Und zwar aus folgenden Gründen:

1. Sie hat fast kaum Folgen, in denen nicht spannendes passiert. Gelaufen oder gefahren wird zwischen den Folgen. Es bleibt einem der ewige Treck von A nach B erspart.
2. Das, was passiert, ist fast immer over-the-top und leicht abgedreht. Deswegen auch "Walking Dead on crack". Folge 1 hat schon ein Zombie-Baby und die Kannibalen kommen hier schon in Folge 3. Es gibt 'nen Zombienado und seit circa Mitte der Staffel müssen sie sich vor einer riesigen Zombie-Herde in Acht nehmen, die wie ein Tsunami über das Land streift. Mit Realismus hat das nicht viel zu tun, aber das muss es ja auch nicht. Spaß macht es auch so (oder vielleicht gerade deswegen).
3. Immerhin wird klargestellt, dass eine Verwandlung zum Zombie sehr schnell geht und die Zombies auch zunächst genauso schnell und stark sind wie Menschen, was wenigstens das "es ging alles so schnell" wahrscheinlicher macht.
4. Was mir auch gefällt, ist, dass unsere Truppe Überlebender nicht einfach nur ziellos durch die Gegend streift, sondern ein festes und wichtiges Ziel hat. Das gibt dem Ganzen eine Richtung und ändert auch die Motivationen der Charaktere.
5. Das Ziel, das sie haben, ist einen Typen, der eine experimentelle Impfung bekommen hat und damit die letzte Hoffnung der Menschheit ist, nach Kalifornien in ein Labor zu bringen. Dieser Typ ist ein ziemliches selbstsüchtiges Arschloch, der im Laufe immer mehr moralisch verwerfliche Entscheidungen trifft (und auch immer wenig menschlich wird). Trotzdem fühle ich manchmal mit ihm. Ganz am Anfang, als sie ihn gegen seinen Willen die Impfung gespritzt haben, zum Beispiel. Oder später, wenn dann doch was nettes für die Truppe tut und sich ernsthaft zu freuen scheint, als sie daraufhin auch freundlich und dankbar sind. Diese Zwiespältigkeit macht seinen Charakter interessant. Ob ich mich jetzt entscheiden kann, ob ich ihn mag oder nicht.
6. Auch die anderen Charaktere gefallen mir gut. Sie sind eher durch Zufall zusammengekommen und nun durch eine Mission verbunden. Ich mag ihre Interaktionen und wie sie alle komplett unterschiedlich sind und unterschiedlich mit den Problemen und Situationen umgehen. Außerdem mag ich, dass ich schon weiß, wer leben und sterben wird.
7. Ach ja, und sie sagen Zombies zu den Zombies. Wie angenehm.

Satori is going to continue with season 2 today

Sonntag, 10. September 2017

The Devil of Hell's Kitchen

Ich habe es außerdem letztens geschafft, Daredevil zu Ende zu schauen. Es hat ja lange genug gedauert. Auch wenn alle, die es interessiert, wohl schon vor langer Zeit diese Serie gesehen haben (schließlich existieren ja mittlerweile schon fünf weitere Marvel Netflix Serien), möchte ich trotzdem noch sagen, was mir besonders gut gefiel (Spoilers für die paar Leute, die es vielleicht doch noch nicht gesehen haben).

1. Wilson Fisk. Diese Serie macht etwas, was wir selten haben. Entweder ist der Antagonist relativ eindimensional böse mit einer im besten Falle fadenscheinigen Begründung, warum er tut, was er tut (Spionage-Antagonisten und Supervillains fallen meistens in diese Kategorie), oder er bekommt eine umfangreiche Hintergrundgeschichte und etwas, was einer Entschuldigung für all seine grausamen Taten nahe kommt. DD tut nicht so, als wäre Fisk ein guter Mensch. Wir sehen wie er Leute kaltblütig und brutal umbringt, seine Methoden sind eindeutig schlecht und trotzdem ist klar, dass er seine Mutter liebt, dass er Vanessa liebt, dass er seinen Assistenten liebt. Was er letztendlich für das Stadtviertel will, ist sogar gut.Wie er das erreichen will, ist es definitv nicht. Trotzdem ist es wundervoll auch seine Seite zu sehen. Nicht um zu irgendetwas von seinen Taten zu entschuldigen, sondern um Matts schwarz-weiß Sicht zu relativieren.
2. Fight Scenes! Ich habe mal gesagt, dass der Untertitel dieser Serie lauten könnte: "Matt Murdock gets beaten up a bunch". Aber eigentlicht ist auch das etwas, was die Serie herausragend macht. Sehr häufig, fast immer, wirken die Helden unzerstörbar (das Trope dazu heißt "Made of Iron"). Sie können auch dann noch ohne Probleme weiterkämpfen, wenn sie hochgradige Verletzungen haben oder zum Beispiel angeschossen wurden. Und nach einem Kampf geht es ihnen auch fast sofort wieder super, als würden sie sich einfach nicht verletzen (oder als wären sie alle Luke Cage). Wenn Matt kämpft, kann man beinahe seine Erschöpfung fühlen, seine Bewegungen werden langsamer und weniger kontrolliert, er atmet schwer. Man sieht seine Anstrengungen und er wird sichtbar und nachhaltig verletzt, sodass es ihn auch später noch beeinträchtigt. Er ist mehrmals nah dran zu sterben, eben weil er seine eigenen Fähigkeiten überschätzt. Mal schön sowas zu sehen.
3. Taten haben Konsequenzen. Wenn die Charaktere sich entscheiden etwas zu tun, dann sorgt die Serie auch dafür, dass es Konsequenzen hat.
4. Die Charaktere und ihre Beziehungen zueinander sind auch wundervoll gestaltet. Egal ob es auf der Seite der "heroes" oder der "villains" ist, überall finden sich spannende und authentische Beziehungen, die auch Wandlungen durchmachen.
5. It's part of the MCU but also kind of not. Marvel Filme und Agents of SHIELD sind immer sehr bedacht, dem Zuschauer zu zeigen, dass sie zu ein und demselben Universum gehören. Es gibt Anspielungen en masse und Cameos usw. Der Grund, dass die Netflix Serien nur vage mit dem MCU verbunden sind, ist, wie ich mal gelesen habe, der Vertrag zwischen Disney und Netflix. Aber so sehr ich diese Universums-Einbindungen sonst auch mag, finde ich, ist es für die Netflix Serien genau richtig. Natürlich werden MCU-Ereignisse erwähnt. Der Kampf um New York ist ein großes Thema, das im Hintergrund mitschwingt (und ich hab mich jedesmal auf's neue gefragt, was sie denn damit meinen, bevor ich dachte: Ach ja, Avengers!). Sonst existieren die Netflix Serien etwas abseits, was insofern passt, da sie auch eine ganz andere Atmosphäre haben, als das restliche MCU.

Das ist alles, was ich jetzt gerade zu sagen habe. Als nächstes steht und dann Jessica Jones bevor. Darauf bin ich dann auch sehr gespannt. Ich habe auch davon nur Gutes gehört.

Satori is sick and that sucks

Come to Jesus - American Gods 1.8

Endlich endlich habe ich die letzte Folge von American Gods Staffel 1 geschaut. Ja, es hat ewig gedauert, aber jetzt bin ich durch und ich liebe es immer noch.

1. Bilquis' Hintergrundgeschichte! Erstmal ist es natürlich schön Anansi wiederzusehen und dann erzählt er auch noch die spannende Geschichte von Bilquis, die mal wieder nicht vor einem gesellschaftlichem Kommentar zurückschreckt. Sie ist eine mächtige Königin, die sich gegen Eroberer und jene, die sie stürzen wollen, weil sie nicht mit ihr übereinstimmen, behauptet. Ihre Gegner waren nie wieder gesehen. Doch dann ändern sich die Zeiten und Bilquis findet ihren Weg nach Amerika. Ihr Tempel in ihrer Heimat wird zerstört und das, was sie einst war, ist im Museum zu finden, und dennoch hält sie durch. "There’s no end to the cruelty of men threatened by strong women", sagt Anansi und wie Recht er hat.
2. Shadow und Wednesday besuchen Ostara, die germanische Frühlings- und Fruchtbarkeitsgöttin, der ursprünglich Ostern gewidmet ist. Heute ist der Ursprung des Feiertages fast vergessen. Wenn überhaupt, dann erinnern die Leute sich an Jesus. Und wie. In Ostaras Villa wird gerade ein Osterfest gefeiert und alle möglichen Jesuse sind da. Denn jede Gemeinschaft stellt sich Jesus anders vor und beschwört so eine andere Manifestation herauf. Sehr nett! (Auch super der Jesus, der auf dem Pool sitzt und aus Versehen sein Glas ins Wasser fallen lässt.)
3. Ostara an sich war auch super (auch wenn es schön gewesen wäre, wenn sie wie im Buch nicht dünn gewesen wäre). Das Gespräch über die Natur von Glauben, das sie mit Wednesday hatte, war wundervoll. (Ich mochte auch, wie sehr Shadow Ostara mochte.)
4. Etwas, was ich auch immer lieben werde, ist, das Laura ernsthaft verrottet. Die tote Ehefrau ist tot und man sieht das auch mehr und mehr. Sie ist bleich, ihre Haare sind glanzlos und faserig, sie ist umgeben von Fliegen, gefüllt mit Maden und ihre Haut fängt langsam an, sich abzulösen. Sie ist nicht mehr schön und das ist genau richtig so, denn sie ist ne Leiche. In so vielen anderen Serien etc. wäre sie mit Sicherheit noch weiter hübsch geblieben.
5. Dass Wednesday alles andere als the good guy ist, wird weiter dargestellt. Nun ist bestätigt, dass er Laura tot sehen wollte, um Shadow für sich zu haben. Außerdem lügt er Ostara an, was Vulkans Tod angeht. Dem Zuschauer und Shadow ist klar, dass Wednesday für seine Interessen alles gibt.
6. The power sequence. Die Szene im Garten von Ostara war aus verschiedenen Gründen super. Zunächst das Auftauchen der neuen Götter: Media tut so als wäre sie Ostaras Freundin, zusammen haben sie doch so viel erreicht (und ja, Ostern ist ein Medien/Werbe-Event geworden, da hat sie Recht). Technical Boy und Mr. World tauchen auf, um bedrohlich zu wirken. Wednesday hält dagegen mit einem sehr dramatischen "Ich bin Odin" komplett mit Gewitter und Ermordung von Medias Drohnen mit "Ich widme diese Tode Ostara!". (Übrigens: das wird nicht das letzte Mal sein, das irgendwem Tode gewidment werden). Nun folgt Ostaras Machtdarbietung. "Lass sie hungern, dann werden sie dich wieder anbeten", hat Wednesday gesagt und sie nimmt diese Idee auf, indem sie die Natur für Meilen und Meilen vertrocknen lässt (verbunden mit dem wunderschönen Bild von Ostara aus Blütenblättern). Das war's mit dem Frühling.
7. Diese ganze Darbietung hat auch bei Shadow ihre Spuren hinterlassen. Als Shadow den weißen Büffel zum ersten Mal gesehen hat, hat dieser ihn zum glauben angehalten und nun ist es soweit. Shadow glaubt.
8. In der letzten Szene sehen wir, wie Bilquis mit dem Bus zum "House on the Rock" fährt. Das sagt jetzt nur Lesern des Buches etwas, da das House on the Rock ein wichtiger Ort ist, worauf man sich jetzt für die nächste Staffel freuen kann.

Wie lange bis Staffel zwei zu sehen ist?

Mittwoch, 30. August 2017

You need to stop carrying the weight of the world on your shoulders.

aka I take back everything I've said, I love the new Spiderman

Ich habe natürlich Spiderman: Homecoming im Kino gesehen, auch wenn ich zuvor kritisiert hatte, dass wir nicht noch einen Spiderman Reboot brauchen und ganz besonders noch nicht so kurz nach dem letzten. Und obwohl ich bei dieser Einschätzung bleibe, kann ich trotzdem sagen, dass ich den neuen Spiderman liebe.

Und nun, wie erwartet, eine Liste mit Dingen, die ich mochte (die kürzer ist als sonst, weil es schon etwas her ist, dass ich den Film gesehen habe und mich nicht mehr so gut erinnere):

1. Tom Holland ist wundervoll. Man nimmt ihm all seine Probleme und Sorgen total ab. Er verkauft Peters hin-und-her-gezogen-sein super und sieht mal ausnahmsweise wie ein richtiger Teenager aus.
2. Dazu: auch die anderen Schüler/Schülerinnen der Schule wirken wie richtige Teenager und nicht Leute Ende 20, die so tun, als wären sie Teenager.
3. Ich mochte sehr, wie sie Peters verzweifelten Versuch Teil der Avengers zu sein, dargestellt haben. Wie wichtig das für ihn war, und wie sehr sein reguläres Leben darunter gelitten hat.
4. Peters Freunde waren auch alle wundervoll gecastet mit Zendaya als MJ, Jacob Batalon als sein bester Freund Ned, der herausfindet, dass Peter Spiderman ist und ihm hilft, und Laura Harrier als Liz, in die Peter sich verliebt.
5. Ich fand auch super, dass der Bösewicht The Vulture nur entsteht, durch die Dinge, die zuvor passiert sind. Die Kämpfe der Avengers und Tonys Aufräumkommando sind der Grund dafür, dass der Vulture existiert und weiter existieren kann.
6. Iron Dad! Tony, der ohne es zu wollen, für Peter eine Vaterfigur geworden ist, und nun versucht, damit irgendwie klarzukommen.

Fazit: ich fand den Film wider Erwarten echt super und möchte jetzt doch noch mehr von Tom Hollands Spiderman und allem drumherum sehen.

Satori still doesn't want a Sony Venom movie or anything remotely like that

Let's be optimistic for once

aka a post about things in media that get me hard

Manchmal gibt es Dinge in Filmen, Serien, Büchern, etc., die mich besonders mitnehmen und emotional machen. Um mal ein bisschen optimistisch zu sein, will ich diese Dinge mit euch teilen:

Ich habe vor einer Weile den Film Valerian gesehen und bevor ich dazu eine Bewertung abgebe, möchte ich hier über etwas reden, wozu mir der Anfang dieses Filmes Anlass gegeben hat.

Ganz am Anfang, bevor wir irgendetwas von dem Plot mitkriegen, wird die Geschichte der Raumstation Alpha erzählt. Die Geschichte beginnt 1975 mit dem Treffen von russischen und US-amerikanischen Astronauten im All. Die Astronauten der sich im Kalten Krieg gegenüberstehenden Nationen sind hocherfreut, dass das Manöver geklappt hat und freuen sich, einander zu sehen. Später docken immer mehr (zunächst noch menschliche) Raumkapseln der unterschiedlichsten Länder an die Raumstation an. Sie werden immer herzlich willkommen gehießen und es wird zusammengearbeitet. Dann treffen auch die ersten Aliens ein. Auch sie werden freundlich aufgenommen und ein Teil des großen Ganzen. Die Aliens, die von nunan eintreffen, sind immer fremdartiger, aber immernoch willkommen. Irgendwann ist die Raumstation mittlerweile bestehend aus Teilen der verschiedensten Welten so groß, dass sie ihre eigene Gravitation entwickelt und eine Bedrohung für die Erde darstellt. Sie wird nun als Leuchtfeuer der Einheit und Zusammenarbeit der Welten auf Reisen geschickt.

Diese Geschichte hat mich so emotional gemacht, dass es für mich an diesem Punkt egal gewesen wäre, wenn der Film sonst nichts zu bieten gehabt hätte. Das ist die klassische Sci-Fi Utopie, die sich auch zu Teilen in Star Trek wiederfindet. Im Weltall arbeiten wir alle zusammen, egal, was uns auf der Erde auch trennen mag.

Wie ich hier auch schon mal geschrieben hat, hat auch das Ende von The Martian  (das Buch) die gleiche Wirkung auf mich. Da erzählt Mark, warum so viel investiert wurde, um ihn nach Hause zu bringen. Er kommt zu dem Schluss, dass es daran liegt, dass es ein grundlegender menschlicher Instinkt ist, anderen zu helfen. So wie das formuliert ist, rührt es mich einfach so sehr, weil es wahr ist, und mich an das Gute der Menschheit erinnert.

An das Gute der Menschheit erinnert mich auch die Rede von Percy aus Critical Role in Folge 56. Er ist der einzige Mensch in der Gruppe, die gerade mit vereinten Kräften eine Stadt von Drachen und anderen Unterdrückern befreit hat. Die Frage ist jetzt, was die Überlebenden dieser Stadt machen sollen und er, der selbst seine Heimatstadt an grausame Tyrannen verloren hatte, hält eine Rede, um die Bewohner zu überzeugen, die Stadt nicht aufzugeben. Es ist, meiner Meinung nach, eine wundervolle Rede (besonders wenn man bedenkt, dass sie improvisiert ist), die er aus einer sehr menschlichen Perspektive hält. Menschen überleben und Menschen bauen Dinge wieder auf, kontinuierlich und stur, trotz oder vielleicht gerade weil sie nur so kurz leben. Später fängt er an die Geschichte der Stadt an die Wände eines Untergrundsystems, das als Schutz dienen soll, zu schreiben und ein kleines Kind führt es fort und das war es, was mich zu Tränen gerührt hat (ab 3:07:30, die erste Rede finde ich grad nicht).


Etwas, das mich zwar nicht zum weinen gebracht hat, aber mich immer wieder beeindruckt, wenn ich es sehe, sind die SHIELD Agenten in Captain America: The Winder Soldier, die sich gegen Hydra stellen, auch wenn ihnen bewusst sein muss, dass sie es nicht überleben werden. Ich habe mich in einem Blogpost schonmal dafür begeistert. Deswegen schreibe ich jetzt hier nicht mehr dazu.

Auch hierzu habe ich schon einen Post geschrieben, da es um Doctor Who geht (genauergesagt um die ersten vier Staffeln von New Who).  In dem Post habe ich mehrere Dinge erwähnt, die mir so sehr daran gefallen. Besonders schön finde ich zum Beispiel, dass der Doctor sich auch um das Wohl der Antagonisten der Woche kümmert. Er versucht eine Lösung zu finden, die für alle gut ist, und wenn das nicht funktioniert, dann entschuldigt er sich aufrichtig bei ihnen. Es ist einfach so wundervoll zu sehen.



Es sind allesamt Dinge, die mich tief berühren und optimistisch stimmen, was besonders und wichtig ist, wenn man den ganzen Zynismus in der Welt betrachtet und die düstere Grundstimmung von vielen Büchern, Filmen, Serien, etc.

Satori is very emotional

Montag, 31. Juli 2017

That Postapocalyptic Wasteland Feel

Ich war im Urlaub in Belgien und da habe ich mir auch die fast verlassene Stadt Doel angeschaut. Das kleine Dorf Doel wurde beinahe vom Hafen von Antwerpen vereinnahmt und es wird wohl nicht mehr lange dauern, bis es komplett verschwunden ist. Schade eigentlich, verströmt es doch eine ganz besondere Atmosphäre. Mittlerweile wohnen nur noch 10 bis 20 Leute in diesem Dorf, der Rest der Häuser ist verlassen, aber zum Teil wurden noch Möbel oder ähnliches zurückgelassen und die Wände mit teils simplen und kleinen, teils anspruchsvollen und großen Graffitis übersäht sind, sodass es so wirkt, als wäre das Dorf ein Überbleibsel einer Apokalypse. Was nicht so schwer vorstellbar ist, da nur wenige hundert Meter entfernt ein Atomkraftwerk steht, was auch schon einige Schäden verzeichnen musste. Also ganz abgesehen von dem Unwohlsein, was eine solche Nähe zu einem Atomkraftwerk bei mir auslöst, übten die leeren Häuser an sich, von denen man manche sogar betreten konnte eine morbide Faszination auf mich aus. Ich fühlte mich ein bisschen an die verlassenen Goldgräber-Siedlungen im Westen der USA erinnert, auch wenn ich dort nicht die Gelegenheit hatte eine näher zu betrachten.

Hier folgen aufjedenfall eine Reihe meiner Lieblingsbilder, die ich dort gemacht habe. Und ich würde gerne nochmal, bevor das alles abgerissen wird, dort hinfahren und mit postapokalyptischer Verkleidung epische Bilder machen.





Dieses Bild ist glaub ich mein liebstes, da es komplett wie aus dem Set eines Zombie-Films wirkt.






Wie ich darauf kam einen Blog zu starten

Ich habe ein tolles Buch, das da heißt "101 Dinge, die du getan haben solltest, bevor du alt und langweilig bist" Ding Nummer 36 fällt unter die Kategorie Hobbys und heißt "Starte einen Blog". Und genau das tue ich jetzt gerade.
Viele Grüße
Satori