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Sonntag, 10. September 2017

The Devil of Hell's Kitchen

Ich habe es außerdem letztens geschafft, Daredevil zu Ende zu schauen. Es hat ja lange genug gedauert. Auch wenn alle, die es interessiert, wohl schon vor langer Zeit diese Serie gesehen haben (schließlich existieren ja mittlerweile schon fünf weitere Marvel Netflix Serien), möchte ich trotzdem noch sagen, was mir besonders gut gefiel (Spoilers für die paar Leute, die es vielleicht doch noch nicht gesehen haben).

1. Wilson Fisk. Diese Serie macht etwas, was wir selten haben. Entweder ist der Antagonist relativ eindimensional böse mit einer im besten Falle fadenscheinigen Begründung, warum er tut, was er tut (Spionage-Antagonisten und Supervillains fallen meistens in diese Kategorie), oder er bekommt eine umfangreiche Hintergrundgeschichte und etwas, was einer Entschuldigung für all seine grausamen Taten nahe kommt. DD tut nicht so, als wäre Fisk ein guter Mensch. Wir sehen wie er Leute kaltblütig und brutal umbringt, seine Methoden sind eindeutig schlecht und trotzdem ist klar, dass er seine Mutter liebt, dass er Vanessa liebt, dass er seinen Assistenten liebt. Was er letztendlich für das Stadtviertel will, ist sogar gut.Wie er das erreichen will, ist es definitv nicht. Trotzdem ist es wundervoll auch seine Seite zu sehen. Nicht um zu irgendetwas von seinen Taten zu entschuldigen, sondern um Matts schwarz-weiß Sicht zu relativieren.
2. Fight Scenes! Ich habe mal gesagt, dass der Untertitel dieser Serie lauten könnte: "Matt Murdock gets beaten up a bunch". Aber eigentlicht ist auch das etwas, was die Serie herausragend macht. Sehr häufig, fast immer, wirken die Helden unzerstörbar (das Trope dazu heißt "Made of Iron"). Sie können auch dann noch ohne Probleme weiterkämpfen, wenn sie hochgradige Verletzungen haben oder zum Beispiel angeschossen wurden. Und nach einem Kampf geht es ihnen auch fast sofort wieder super, als würden sie sich einfach nicht verletzen (oder als wären sie alle Luke Cage). Wenn Matt kämpft, kann man beinahe seine Erschöpfung fühlen, seine Bewegungen werden langsamer und weniger kontrolliert, er atmet schwer. Man sieht seine Anstrengungen und er wird sichtbar und nachhaltig verletzt, sodass es ihn auch später noch beeinträchtigt. Er ist mehrmals nah dran zu sterben, eben weil er seine eigenen Fähigkeiten überschätzt. Mal schön sowas zu sehen.
3. Taten haben Konsequenzen. Wenn die Charaktere sich entscheiden etwas zu tun, dann sorgt die Serie auch dafür, dass es Konsequenzen hat.
4. Die Charaktere und ihre Beziehungen zueinander sind auch wundervoll gestaltet. Egal ob es auf der Seite der "heroes" oder der "villains" ist, überall finden sich spannende und authentische Beziehungen, die auch Wandlungen durchmachen.
5. It's part of the MCU but also kind of not. Marvel Filme und Agents of SHIELD sind immer sehr bedacht, dem Zuschauer zu zeigen, dass sie zu ein und demselben Universum gehören. Es gibt Anspielungen en masse und Cameos usw. Der Grund, dass die Netflix Serien nur vage mit dem MCU verbunden sind, ist, wie ich mal gelesen habe, der Vertrag zwischen Disney und Netflix. Aber so sehr ich diese Universums-Einbindungen sonst auch mag, finde ich, ist es für die Netflix Serien genau richtig. Natürlich werden MCU-Ereignisse erwähnt. Der Kampf um New York ist ein großes Thema, das im Hintergrund mitschwingt (und ich hab mich jedesmal auf's neue gefragt, was sie denn damit meinen, bevor ich dachte: Ach ja, Avengers!). Sonst existieren die Netflix Serien etwas abseits, was insofern passt, da sie auch eine ganz andere Atmosphäre haben, als das restliche MCU.

Das ist alles, was ich jetzt gerade zu sagen habe. Als nächstes steht und dann Jessica Jones bevor. Darauf bin ich dann auch sehr gespannt. Ich habe auch davon nur Gutes gehört.

Satori is sick and that sucks

Come to Jesus - American Gods 1.8

Endlich endlich habe ich die letzte Folge von American Gods Staffel 1 geschaut. Ja, es hat ewig gedauert, aber jetzt bin ich durch und ich liebe es immer noch.

1. Bilquis' Hintergrundgeschichte! Erstmal ist es natürlich schön Anansi wiederzusehen und dann erzählt er auch noch die spannende Geschichte von Bilquis, die mal wieder nicht vor einem gesellschaftlichem Kommentar zurückschreckt. Sie ist eine mächtige Königin, die sich gegen Eroberer und jene, die sie stürzen wollen, weil sie nicht mit ihr übereinstimmen, behauptet. Ihre Gegner waren nie wieder gesehen. Doch dann ändern sich die Zeiten und Bilquis findet ihren Weg nach Amerika. Ihr Tempel in ihrer Heimat wird zerstört und das, was sie einst war, ist im Museum zu finden, und dennoch hält sie durch. "There’s no end to the cruelty of men threatened by strong women", sagt Anansi und wie Recht er hat.
2. Shadow und Wednesday besuchen Ostara, die germanische Frühlings- und Fruchtbarkeitsgöttin, der ursprünglich Ostern gewidmet ist. Heute ist der Ursprung des Feiertages fast vergessen. Wenn überhaupt, dann erinnern die Leute sich an Jesus. Und wie. In Ostaras Villa wird gerade ein Osterfest gefeiert und alle möglichen Jesuse sind da. Denn jede Gemeinschaft stellt sich Jesus anders vor und beschwört so eine andere Manifestation herauf. Sehr nett! (Auch super der Jesus, der auf dem Pool sitzt und aus Versehen sein Glas ins Wasser fallen lässt.)
3. Ostara an sich war auch super (auch wenn es schön gewesen wäre, wenn sie wie im Buch nicht dünn gewesen wäre). Das Gespräch über die Natur von Glauben, das sie mit Wednesday hatte, war wundervoll. (Ich mochte auch, wie sehr Shadow Ostara mochte.)
4. Etwas, was ich auch immer lieben werde, ist, das Laura ernsthaft verrottet. Die tote Ehefrau ist tot und man sieht das auch mehr und mehr. Sie ist bleich, ihre Haare sind glanzlos und faserig, sie ist umgeben von Fliegen, gefüllt mit Maden und ihre Haut fängt langsam an, sich abzulösen. Sie ist nicht mehr schön und das ist genau richtig so, denn sie ist ne Leiche. In so vielen anderen Serien etc. wäre sie mit Sicherheit noch weiter hübsch geblieben.
5. Dass Wednesday alles andere als the good guy ist, wird weiter dargestellt. Nun ist bestätigt, dass er Laura tot sehen wollte, um Shadow für sich zu haben. Außerdem lügt er Ostara an, was Vulkans Tod angeht. Dem Zuschauer und Shadow ist klar, dass Wednesday für seine Interessen alles gibt.
6. The power sequence. Die Szene im Garten von Ostara war aus verschiedenen Gründen super. Zunächst das Auftauchen der neuen Götter: Media tut so als wäre sie Ostaras Freundin, zusammen haben sie doch so viel erreicht (und ja, Ostern ist ein Medien/Werbe-Event geworden, da hat sie Recht). Technical Boy und Mr. World tauchen auf, um bedrohlich zu wirken. Wednesday hält dagegen mit einem sehr dramatischen "Ich bin Odin" komplett mit Gewitter und Ermordung von Medias Drohnen mit "Ich widme diese Tode Ostara!". (Übrigens: das wird nicht das letzte Mal sein, das irgendwem Tode gewidment werden). Nun folgt Ostaras Machtdarbietung. "Lass sie hungern, dann werden sie dich wieder anbeten", hat Wednesday gesagt und sie nimmt diese Idee auf, indem sie die Natur für Meilen und Meilen vertrocknen lässt (verbunden mit dem wunderschönen Bild von Ostara aus Blütenblättern). Das war's mit dem Frühling.
7. Diese ganze Darbietung hat auch bei Shadow ihre Spuren hinterlassen. Als Shadow den weißen Büffel zum ersten Mal gesehen hat, hat dieser ihn zum glauben angehalten und nun ist es soweit. Shadow glaubt.
8. In der letzten Szene sehen wir, wie Bilquis mit dem Bus zum "House on the Rock" fährt. Das sagt jetzt nur Lesern des Buches etwas, da das House on the Rock ein wichtiger Ort ist, worauf man sich jetzt für die nächste Staffel freuen kann.

Wie lange bis Staffel zwei zu sehen ist?

Mittwoch, 30. August 2017

You need to stop carrying the weight of the world on your shoulders.

aka I take back everything I've said, I love the new Spiderman

Ich habe natürlich Spiderman: Homecoming im Kino gesehen, auch wenn ich zuvor kritisiert hatte, dass wir nicht noch einen Spiderman Reboot brauchen und ganz besonders noch nicht so kurz nach dem letzten. Und obwohl ich bei dieser Einschätzung bleibe, kann ich trotzdem sagen, dass ich den neuen Spiderman liebe.

Und nun, wie erwartet, eine Liste mit Dingen, die ich mochte (die kürzer ist als sonst, weil es schon etwas her ist, dass ich den Film gesehen habe und mich nicht mehr so gut erinnere):

1. Tom Holland ist wundervoll. Man nimmt ihm all seine Probleme und Sorgen total ab. Er verkauft Peters hin-und-her-gezogen-sein super und sieht mal ausnahmsweise wie ein richtiger Teenager aus.
2. Dazu: auch die anderen Schüler/Schülerinnen der Schule wirken wie richtige Teenager und nicht Leute Ende 20, die so tun, als wären sie Teenager.
3. Ich mochte sehr, wie sie Peters verzweifelten Versuch Teil der Avengers zu sein, dargestellt haben. Wie wichtig das für ihn war, und wie sehr sein reguläres Leben darunter gelitten hat.
4. Peters Freunde waren auch alle wundervoll gecastet mit Zendaya als MJ, Jacob Batalon als sein bester Freund Ned, der herausfindet, dass Peter Spiderman ist und ihm hilft, und Laura Harrier als Liz, in die Peter sich verliebt.
5. Ich fand auch super, dass der Bösewicht The Vulture nur entsteht, durch die Dinge, die zuvor passiert sind. Die Kämpfe der Avengers und Tonys Aufräumkommando sind der Grund dafür, dass der Vulture existiert und weiter existieren kann.
6. Iron Dad! Tony, der ohne es zu wollen, für Peter eine Vaterfigur geworden ist, und nun versucht, damit irgendwie klarzukommen.

Fazit: ich fand den Film wider Erwarten echt super und möchte jetzt doch noch mehr von Tom Hollands Spiderman und allem drumherum sehen.

Satori still doesn't want a Sony Venom movie or anything remotely like that

Let's be optimistic for once

aka a post about things in media that get me hard

Manchmal gibt es Dinge in Filmen, Serien, Büchern, etc., die mich besonders mitnehmen und emotional machen. Um mal ein bisschen optimistisch zu sein, will ich diese Dinge mit euch teilen:

Ich habe vor einer Weile den Film Valerian gesehen und bevor ich dazu eine Bewertung abgebe, möchte ich hier über etwas reden, wozu mir der Anfang dieses Filmes Anlass gegeben hat.

Ganz am Anfang, bevor wir irgendetwas von dem Plot mitkriegen, wird die Geschichte der Raumstation Alpha erzählt. Die Geschichte beginnt 1975 mit dem Treffen von russischen und US-amerikanischen Astronauten im All. Die Astronauten der sich im Kalten Krieg gegenüberstehenden Nationen sind hocherfreut, dass das Manöver geklappt hat und freuen sich, einander zu sehen. Später docken immer mehr (zunächst noch menschliche) Raumkapseln der unterschiedlichsten Länder an die Raumstation an. Sie werden immer herzlich willkommen gehießen und es wird zusammengearbeitet. Dann treffen auch die ersten Aliens ein. Auch sie werden freundlich aufgenommen und ein Teil des großen Ganzen. Die Aliens, die von nunan eintreffen, sind immer fremdartiger, aber immernoch willkommen. Irgendwann ist die Raumstation mittlerweile bestehend aus Teilen der verschiedensten Welten so groß, dass sie ihre eigene Gravitation entwickelt und eine Bedrohung für die Erde darstellt. Sie wird nun als Leuchtfeuer der Einheit und Zusammenarbeit der Welten auf Reisen geschickt.

Diese Geschichte hat mich so emotional gemacht, dass es für mich an diesem Punkt egal gewesen wäre, wenn der Film sonst nichts zu bieten gehabt hätte. Das ist die klassische Sci-Fi Utopie, die sich auch zu Teilen in Star Trek wiederfindet. Im Weltall arbeiten wir alle zusammen, egal, was uns auf der Erde auch trennen mag.

Wie ich hier auch schon mal geschrieben hat, hat auch das Ende von The Martian  (das Buch) die gleiche Wirkung auf mich. Da erzählt Mark, warum so viel investiert wurde, um ihn nach Hause zu bringen. Er kommt zu dem Schluss, dass es daran liegt, dass es ein grundlegender menschlicher Instinkt ist, anderen zu helfen. So wie das formuliert ist, rührt es mich einfach so sehr, weil es wahr ist, und mich an das Gute der Menschheit erinnert.

An das Gute der Menschheit erinnert mich auch die Rede von Percy aus Critical Role in Folge 56. Er ist der einzige Mensch in der Gruppe, die gerade mit vereinten Kräften eine Stadt von Drachen und anderen Unterdrückern befreit hat. Die Frage ist jetzt, was die Überlebenden dieser Stadt machen sollen und er, der selbst seine Heimatstadt an grausame Tyrannen verloren hatte, hält eine Rede, um die Bewohner zu überzeugen, die Stadt nicht aufzugeben. Es ist, meiner Meinung nach, eine wundervolle Rede (besonders wenn man bedenkt, dass sie improvisiert ist), die er aus einer sehr menschlichen Perspektive hält. Menschen überleben und Menschen bauen Dinge wieder auf, kontinuierlich und stur, trotz oder vielleicht gerade weil sie nur so kurz leben. Später fängt er an die Geschichte der Stadt an die Wände eines Untergrundsystems, das als Schutz dienen soll, zu schreiben und ein kleines Kind führt es fort und das war es, was mich zu Tränen gerührt hat (ab 3:07:30, die erste Rede finde ich grad nicht).


Etwas, das mich zwar nicht zum weinen gebracht hat, aber mich immer wieder beeindruckt, wenn ich es sehe, sind die SHIELD Agenten in Captain America: The Winder Soldier, die sich gegen Hydra stellen, auch wenn ihnen bewusst sein muss, dass sie es nicht überleben werden. Ich habe mich in einem Blogpost schonmal dafür begeistert. Deswegen schreibe ich jetzt hier nicht mehr dazu.

Auch hierzu habe ich schon einen Post geschrieben, da es um Doctor Who geht (genauergesagt um die ersten vier Staffeln von New Who).  In dem Post habe ich mehrere Dinge erwähnt, die mir so sehr daran gefallen. Besonders schön finde ich zum Beispiel, dass der Doctor sich auch um das Wohl der Antagonisten der Woche kümmert. Er versucht eine Lösung zu finden, die für alle gut ist, und wenn das nicht funktioniert, dann entschuldigt er sich aufrichtig bei ihnen. Es ist einfach so wundervoll zu sehen.



Es sind allesamt Dinge, die mich tief berühren und optimistisch stimmen, was besonders und wichtig ist, wenn man den ganzen Zynismus in der Welt betrachtet und die düstere Grundstimmung von vielen Büchern, Filmen, Serien, etc.

Satori is very emotional

Montag, 31. Juli 2017

That Postapocalyptic Wasteland Feel

Ich war im Urlaub in Belgien und da habe ich mir auch die fast verlassene Stadt Doel angeschaut. Das kleine Dorf Doel wurde beinahe vom Hafen von Antwerpen vereinnahmt und es wird wohl nicht mehr lange dauern, bis es komplett verschwunden ist. Schade eigentlich, verströmt es doch eine ganz besondere Atmosphäre. Mittlerweile wohnen nur noch 10 bis 20 Leute in diesem Dorf, der Rest der Häuser ist verlassen, aber zum Teil wurden noch Möbel oder ähnliches zurückgelassen und die Wände mit teils simplen und kleinen, teils anspruchsvollen und großen Graffitis übersäht sind, sodass es so wirkt, als wäre das Dorf ein Überbleibsel einer Apokalypse. Was nicht so schwer vorstellbar ist, da nur wenige hundert Meter entfernt ein Atomkraftwerk steht, was auch schon einige Schäden verzeichnen musste. Also ganz abgesehen von dem Unwohlsein, was eine solche Nähe zu einem Atomkraftwerk bei mir auslöst, übten die leeren Häuser an sich, von denen man manche sogar betreten konnte eine morbide Faszination auf mich aus. Ich fühlte mich ein bisschen an die verlassenen Goldgräber-Siedlungen im Westen der USA erinnert, auch wenn ich dort nicht die Gelegenheit hatte eine näher zu betrachten.

Hier folgen aufjedenfall eine Reihe meiner Lieblingsbilder, die ich dort gemacht habe. Und ich würde gerne nochmal, bevor das alles abgerissen wird, dort hinfahren und mit postapokalyptischer Verkleidung epische Bilder machen.





Dieses Bild ist glaub ich mein liebstes, da es komplett wie aus dem Set eines Zombie-Films wirkt.






Dienstag, 11. Juli 2017

It's about what you believe. And I believe in love.

aka I finally saw Wonder Woman and it was as amazing as promised!

(Quelle: http://boingboing.net/2017/06/02/director-of-wonder-woman-on-wh.html)

Ich musste einfach ein Bild hier posten, weil die Poster für diesen Film alle wundervoll und episch sind. Ich hoffe so sehr, dass unser Kino einen Plakateverkauf startet und ich eins günstig ergattern kann. Außerdem hat unser Kino eine Wonder Woman Statue, die ich insgeheim zu stehlen plane (natürlich nicht wirklich, falls die Polizei das mitliest).

Bevor ich selbst dazu gekommen bin diesen Film zu sehen, hatte ich schon sehr viel gutes über ihn gehört. Nicht nur von Stellen, die diesen Film allein schon geliebt hätten, weil es endlich eine weibliche Superheldin als Protagonistin ist, sondern auch von allgemeinen Kritikern und selbst von den prätentiösen Filmkritikern aus unserer Tageszeitung, die sonst nur die obskursten Indie-Filme mögen. Es ist der am besten bewerteste und beliebteste DC-Film seit langem. Meine Erwartungen waren dementsprechend hoch.

Und sie wurden vollends erfüllt. Es folgt wie gewohnt eine Jubel-Liste. (mit SPOILERN)

1. Everything about Themyscira. Die Amazonen und Themyscira ist einfach so schön anzusehen. Alles ist hell und bunt, was den Eindruck erweckt, es handele sich um das Paradies. Die Frauen sind allesamt badass und in badass Kleidung gekleidet. Hippolyta und Antiope werden gespielt von Frauen in ihren 50ern, was in Hollywood leider sehr selten ist. And I just love badass warrior ladies.
2. Beach Fight! Die Amazonen gegen die Soldaten kämpfen zu sehen war so episch. Bögen, Schwerter und Schilde ftw.
3. Dazu. Als eine der Amazonen von einer Kugel getroffen wurde und starb war das wahrscheinlich das erste Mal, dass Diana jemanden hat sterben sehen.
4. Diana und Steves Interkationen sind alle so ehrlich und super konzipiert. Sowieso ihre ganze Beziehung. (Außerdem mag ich Chris Pine ja eh so gerne)
5. "Männer sind für die Fortpflanzung notwendig, aber für den Genuss entbehrlich."
6. Auch gut fand ich, dass Hippolyta schließlich Diana doch ihren Segen gab.
7. Es ist so süß, wie Diana sich über Dinge in unserer Welt freut. Wie zum Beispiel das Baby, weil sie noch nie eins gesehen hat, oder das Eis, oder den Schnee. Ein bisschen Thor-artig.
8. Diana lässt sich von den Idioten an der Macht nichts sagen und Steve unterstützt sie dabei.
9. Als sie auf dem Weg zur Front sind, sieht Diana zum ersten Mal mit eigenen Augen, wie  schrecklich dieser Krieg ist. (Es wurde auch bewusst der erste Weltkrieg genommen, da er in zuvor nicht gekanntem Ausmaße auch Zivilbevölkerung tötete und durch neue Waffentechnologie die Kämpfe so grausam wie noch nie waren. Hinzu kam ein Stellungskrieg, in denen sich die Gräben in Monaten nicht einen Millimeter verschoben haben. Es hatte schon seinen Grund, dass die Zeitgenossen diesen Krieg als "War to end all wars" empfunden haben.) Sie muss außerdem erkennen, dass es unmöglich ist jeder einzelnen Person zu helfen.
10. Diana crosses no-man's-land aka the most epic and iconic scene from the last years. Bevor sie in den Schützengräben angekommen sind, wurde ihr immer wieder gesagt, dass sie eine Mission haben und sie nicht allen helfen kann. Im Schützengraben trifft sie jedoch die Entscheidung, dass ja, sie ist hier, um allen zu helfen. Sie erobert ganz alleine das Niemandsland, auch wenn es bedeutet, dass sie sich gegen Bomben und Maschinengewehrfeuer behaupten muss. Sehr sehr beeindruckende Bilder.
11. Diana fights! Ich könnte Diana stundenlang beim Kämpfen zusehen. Besonders begleitet von ihrem fantastischen Theme. Sie ist so kraftvoll und stark.
12. Später wird das Dorf, was sie gerettet haben, zerstört und Diana kämpft und besiegt den deutschen General Ludendorf, doch die Soldaten schmeißen nicht plötzlich ihre Waffen weg und hören auf zu kämpfen, wie sie angenommen hatte. Diana muss erkennen, dass die Menschen nicht alle kontrolliert wurden von einem böswilligen mächtigen Wesen, sondern, dass viele Grausamkeiten der Menschheit aus ihnen selbst stammen. Das wirft sie verständlicherweise aus der Bahn.
13. Her fight with Ares is really something else. Ganz besonders, nachdem sie Steve hat sterben sehen. Ihre Trauer (die Ares als Wut missinterpretiert) und ihr Glauben an die Liebe ist das, was ihr schließlich die Kraft gibt ihn zu besiegen. Fantastisch!
14. Dazu: Dass Ludendorf nicht Ares war, war ziemlich schnell klar. Auch war uns fast sofort, als wir ihn gesehen haben, bewusst, dass Lupin (ich glaube er hieß in diesem Film Sir Patrick oder so) in Wirklichkeit Ares war. Auch wenn er zunächst nett erscheint. Es ist aber trotzdem gut, dass Ares zunächst nicht offensichtlich böse war.
15. Was ist es eigentlich mit Steves und Flugzeugen in Weltkriegen? Das geht nie gut aus.
16. Die Teammates, die Steve für die Mission ausgesucht hat, sind übrigens auch cool und sie werden häufig übersehen. Ganz besonders mochte ich die Rolle von Chief. Als Schmuggler war er auf beiden Seiten willkommen und umarmte nach Ares' Tod die deutschen Soldaten.
16b. Die Szene als die deutschen Soldaten am Ende ihre Gasmasken abgenommen haben und sie alle so jung waren, trug dazu bei, sie zu humanisieren.
17. Ich glaube, ich muss nochmal einen eigenen Post zu der Bedeutug dieses Films schreiben. Nur so viel schonmal: die Welt von Wonder Woman ist nicht weniger düster als die der anderen DC Filme. Der Unterschied ist, wie sie damit umgeht. Innerhalb dieses Films macht sie die Entwicklung von optimistisch und auch leicht naiv, zu zynisch und desillusioniert durch, bevor sie sich ganz bewusst wieder für den Optimismus entscheidet. Sie sieht unsere Welt nun wie sie ist, mit all ihren düsteren Teilen und entscheidet sich trotzdem dafür für uns zu kämpfen. Was für eine Botschaft.
18. Thank you for my life Patty Jenkins and Gal Gadot!

Noch zwei weitere Plakate, weil es wundervoll ist, Diana einen Panzer heben zu sehen.


 (Quelle: https://www.traileraddict.com/wonder-woman-2017/poster/8)

Satori is looking forward to Justice League now

P.S. In unserem Kino lief dieser Film übrigens in der """Echten Kerle""" Preview. Und so sehr ich diese gender-stereotypen Previews auch verabscheue, wäre es in diesem Fall sexistischer gewesen, wenn sie Wonder Woman nur weil eine Frau der Hauptcharakter ist, nicht in einer Echten Kerle Preview gezeigt hätten, da sie sonst ja jeden Superheldenfilm in Echte Kerle Previews packen.

Freitag, 30. Juni 2017

Ehe für alle!!!!!!!!!!



Das muss jetzt sein. Heute hat der Bundestag (endlich) darüber abgestimmt, die Ehe für alle einzuführen. Und mit einer klaren Mehrheit haben sie für eine Gleichberechtigung gestimmt (Link zur Tagesschau). Als ich das gerade nochmal nachgelesen habe, musste ich weinen. Es bedeutet dann nämlich doch viel mehr als manche Menschen sich vorstellen können.

Ich bin auf jedenfall sehr glücklich!

Wie ich darauf kam einen Blog zu starten

Ich habe ein tolles Buch, das da heißt "101 Dinge, die du getan haben solltest, bevor du alt und langweilig bist" Ding Nummer 36 fällt unter die Kategorie Hobbys und heißt "Starte einen Blog". Und genau das tue ich jetzt gerade.
Viele Grüße
Satori